Techn. Konzept

Techn. Konzept2019-03-18T17:41:31+00:00

Techn. Konzept

In Niedersachsen soll eine Biogasanlage errichtet werden, welche das erzeugte Biogas in Strom umwandelt und in das bestehende Stromnetz einspeist. Die geplante Biogasanlage verarbeitet ausschließlich organische Abfallstoffe in Form von Rinder- und Schweinegülle. Die Substrate werden so verarbeitet, dass jedes einzelne Endprodukt vermarktet werden kann und somit keine zusätzliche Belastung für die Böden der Region entsteht. Dabei erzeugt die Anlage eine Leistung von 20 MW.



Zusammensetzung der Inputstoffe 

Rindergülle ca. 150.000 t/a
Separierte Gülle ca. 400.000 t/a
Schweinegülle ca. 150.000 t/a
Gesamtinput ca. 700.000 t/a

Verfahrenstechnik

Die für die Verwertung angelieferten Substrate werden werktäglich im ersten Schritt zunächst im Eingangsbereich der Anlage mengen- und herkunftsmäßig erfasst und gewogen. Anschließend werden die Substrate entsprechend der Konsistenz der Feststoffannahme- oder Flüssigannahmestation zugeführt. Die Anlieferung der zu verarbeitenden flüssigen Substrate erfolgt in geschlossenen Behältnissen/Tank- und/oder Güllefahrzeugen, die anschließend in geruchsgekapselten Misch- und Ausgleichbehältern zwischengespeichert werden.

Die angelieferten Substrate werden über ein mechanisches Transportsystem zu der Anmaischstation gefördert, dort miteinander vermischt und mit einem für die Vergärung optimalen Trockensubstanz-Gehalt der Fermentation zugeführt. Die Fermentation besteht aus zwei Stufen, der Fermentationsstufe und der Hygienisierungsstufe. Das sich in der Fermentationstufe bildende Biogas (ca. 54,00 % CH4) wird in Gasspeichern aufgefangen und gesammelt, die den oberen Abschluss der Behälter bilden.

Nach einer Aufenthaltszeit von 45 – 60 Tagen wird der Gärrest der Hygienisierungsstufe zugeführt. Da die Inputsubstrate von verschiedenen Produktionsstätten stammen, ist eine Hygienisierung der gesamten Verarbeitungsmenge zwingend erforderlich. In als Wärmetauschern ausgebildeten, vorgelagerten Wärmeschächten wird die Temperatur des Gärrestes auf die für die Hygienisierung erforderliche Mindesttemperatur von 70°C angehoben. Anschließend wird der hygienisierte Gärreststrom den Entwässerungsstufen zugeführt. Vorgeschaltete Behälter dienen ebenfalls der Vergleichsmässigung. Die Entwässerung erfolgt durch eine Zentrifuge, worin feste von flüssigen Inhaltsstoffen getrennt werden.

Ein Teil des so entwässerten Gärrestes wird anschließend der Trocknungseinrichtung zugeführt.

Hier wird der noch enthaltene Trockensubstanz-Gehalt weiter erhöht und steht somit einer stofflichen Verwertung im landwirtschaftlichen Bereich als hochwertiger Dünger zur Verfügung. Die verbleibende Flüssigkeit wird soweit gereinigt und aufbereitet, sodass sie bedenkenlos in Oberflächengewässer (Sagter-Ems) eingeleitet werden kann.

Durch die umfassende Verwertung der Input-Stoffe, sowie die Verarbeitung der durch die Gasproduktion entstandenen Reststoffe bildet das System einen geschlossenen Kreislauf.

Bewährte Projektpartner